Befasst man sich mit den Legesystemen des Tarots, stößt man schnell auf das keltische Kreuz, einer Legeform mit Karten aus den großen und kleinen Arkana. Die Deutungsmöglichkeiten umfassen alle Aspekte einer Situation. Basis, Vergangenheit, Außenaspekte sowie Ängste und auch Hoffnungen werden bei dieser Art der Befragung berücksichtigt. Das keltische Kreuz gibt einen Einblick in die zu erwartenden Entwicklungen der näheren Zukunft und eines Fernzieles. Auch gibt es Hinweise auf ein mögliches Ergebnis. Alle diese Aspekte sind in keinem Fall unabwendbar, denn über allem steht der menschliche Wille. Das heißt, niemals handelt es sich um eine feststehende Zukunft, die gezeigt wird. Der Tarot im Allgemeinen gibt Hinweise auf zu erwartende Möglichkeiten und Tendenzen, die aber für den weiteren Weg hilfreich sein können.

Das System

Will man das keltische Kreuz anwenden, sollte man eine Indikatorkarte auswählen und dann die Karten des Tarots gut durchmischen. Anschließend werden die Karten dreimal abgehoben und schließlich in der Form eines Fächers ausgebreitet. Wichtig ist vor allen Dingen, wie bei jeder Befragung eines Orakels, die eigene Intuition. Das Kartenlegen an sich beruht immer auf tief gehenden Schwingungen und sollte in jedem Fall nach individuellen Gesichtpunkten durchgeführt werden. Nach dem Ausbreiten der Karten werden 10 Karten gezogen. Für das keltische Kreuz werden die gezogenen Karten der Reihenfolge nach ausgelegt. Zwei Karten übereinander, dann vier Karten im Uhrzeigersinn um diese zwei Karten. Die letzten vier Karten werden von unten nach oben rechts neben die vorherigen gelegt. Dabei hat jede Position eine spezifische Bedeutung, die im Zusammenspiel aller Karten ihren Platz erhält.