Der Begriff Tarot ist seit vielen Jahrhunderten vor allem im europäischen Raum sehr bekannt und immer wieder im Gespräch. Es handelt sich hierbei um einen 78-Blatt-Kartensatz, der den unterschiedlichsten esoterischen Zwecken dient.

Die Geschichte der Tarot Karten

Die Entstehung des Tarots fand, Überlieferungen zufolge, erstmals im frühen 15. Jahrhundert statt. Damals unter dem Begriff „Tarocchi“ bekannt, wurden die Karten zu dieser Zeit in Italien für das Kartenspiel verwendet. Bis zum 18. Jahrhundert dienen diese ausschließlich dem spielerischen Vergnügen. Erst später entdeckte man die Möglichkeit, mit Tarot Lebenssituationen zu analysieren oder künftige Ereignisse vorherzusagen.

Der Begriff „Tarot“ kommt aus dem Französischen und wurde in den letzten Jahrhunderten in den verschiedensten Sprachen verwendet. Daher sind auch die Wörter „Tarocchi“ oder „Tarock“ sehr bekannt. Warum der Kartensatz diesen Namen erhielt, kann heute nicht mehr hundertprozentig nachvollzogen werden. Man vermutet jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Wort „tarotée“ welches aus dem Französischen übersetzt „kariert“ bedeutet. Tarot Karten haben meist eine karierte Hinterseite, wodurch vermutet wird, dass der Name ursprünglich auf die Gestaltung der Kartenhinterseite beruht.

Im europäischen Raum ging das Tarot Spiel von der Stadt Bern aus. Seit dem 18. Jahrhundert wird Tarot als internationales Kartenspiel produziert, beworben und vertrieben – natürlich auch als Wahrsageinstrument.

Die Tarot Decks

Als Deck bezeichnet man einen kompletten Kartensatz. Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurden viele Tausende solcher Decks hergestellt. Diese unterscheiden sich teilweise erheblich und sind daher für die unterschiedlichsten Zwecke in Verwendung. Besonders ausgefallen sind zum Beispiel die Lenormandkarten oder die Kipperkarten.

Die klassischen Tarot Karten bestehen aus 78 Karten mit unterschiedlichen Motiven. Die Anzahl der Karten beruht auf die Summe der ersten 12 Zahlen. Die Zahl 12 steht für Vollständigkeit und hat daher eine tiefe Bedeutung in der Esoterik. Einige Kartendecks haben dennoch weniger Karten, wie etwa die Universal-Tarot Karten. Auch Kartensätze mit 80 Karten sind im Handel erhältlich. Beim klassischen Tarot werden die 78 Karten in zwei Bereiche unterteilt, die große und die kleine Arkana.

Die üblichsten Kartendecks sind das Crowley-, das Rider-Waite- und das Marseille-Tarot.

Das Legen und Lesen von Tarot Karten

Das Tarot Karten Legen und Lesen ist meist mit einer Zeremonie verbunden. Die meisten Kartenleger arbeiten mit Karten und leiser Musik. Viele verzichten jedoch auch zur Gänze auf diese Dinge und müssen sich vor dem Kartenlegen lediglich ein paar Minuten konzentrieren. Bevor man die Karten legen kann, müssen diese richtig gemischt werden. Genauso wie fürs Tarot Legen, gibt es auch unterschiedliche Systeme für das Mischen der Karten.

Bei der Auswahl des richtigen Legesystems, kommt es immer auf die jeweilige Fragestellung an. In den vergangenen Jahrhunderten wurde eine Vielzahl an unterschiedlichen Systemen entwickelt. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch die Anzahl der mit eingeschlossenen Karten. Das einfachste Legesystem konzentriert sich auf zwei oder maximal drei Karten. Dieses Legesystem ist besonders dafür geeignet, Situationen in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft zu analysieren und zu interpretieren. Auch die Bereiche Ich, Partner und Umwelt können mit Hilfe von nur drei Karten abgedeckt werden. Kompliziertere Legesysteme, wie etwa das keltische Kreuz oder ähnliches können bis zu 10 Fragen in einem Legevorgang beantworten.